Bay Pieterbruegel Dasschlaraffenland Minimum

Pieter Bruegel der Ältere (1525 - 1569)

Das Schlaraffenland, 1567

Drei Stände um einen Baum

Ein Ritter mit rotem Umhang, Rüstung und Lanze, ein Bauer mit seinem Dreschflegel sowie ein durch seinen pelzgefütterten Mantel und das am Gürtel befestigte Tintenfässchen ausgewiesener Gelehrter liegen mit offensichtlich prall gefüllten Bäuchen auf der Erde. Mit dieser Darstellung macht Bruegel die alle gesellschaftlichen Schichten durchdringende enge Verbindung von menschlicher Trägheit und einer Neigung zum Lasterhaften unmittelbar anschaulich.

Pieter Bruegel der Ältere (1525 - 1569)

Das Schlaraffenland, 1567

Völlerei als Todsünde

Ein Ritter mit rotem Umhang, Rüstung und Lanze, ein Bauer mit seinem Dreschflegel sowie ein durch seinen pelzgefütterten Mantel und das am Gürtel befestigte Tintenfässchen ausgewiesener Gelehrter liegen mit offensichtlich prall gefüllten Bäuchen auf der Erde. Mit dieser Darstellung macht Bruegel die alle gesellschaftlichen Schichten durchdringende enge Verbindung von menschlicher Trägheit und der Hingabe an die Laster unmittelbar anschaulich.

Pieter Bruegel der Ältere (1525 - 1569)

Das Schlaraffenland, 1567

Das Ende der Kreativität

Bauer und Ritter schlafen schon, wie ihre entspannte Körperhaltung signalisiert, während der Gelehrte mit weit aufgerissenen Augen noch zu sinnieren scheint. Seine unter dem Kopf verschränkten Arme und das darunterliegende Schriftstück neben dem Buch deuten aber an, dass er seine Gedanken nicht zu Papier bringt und sie somit für andere schnell wieder vergangen sind.

Pieter Bruegel der Ältere (1525 - 1569)

Das Schlaraffenland, 1567

Flying Dinner

Die leichte Neigung der am Baumstamm befestigten Tischplatte zeigt an, dass die darauf abgelegten Speisen nach und nach den drei am Boden liegenden Männern in den Mund rutschen, ohne dass diese sich sich darum bemühen zu müssen.

Pieter Bruegel der Ältere (1525 - 1569)

Das Schlaraffenland, 1567

All you can eat

Ein aus Würsten gebildeter Zaun, ein gebratenes Schwein, dem ein Messer bereits in der appetitlichen Schwarte steckt, ein aus Fladen bestehender kakteenartiger Baum und natürlich das bereits geöffnete Ei, das mit hurtigem Schritt dem nächsten Esser entgegeneilt: Alle dargestellten Leckereien unterstreichen den Eindruck jederzeitiger Verfügbarkeit.

Pieter Bruegel der Ältere (1525 - 1569)

Das Schlaraffenland, 1567

Paradies mit Hindernissen

Im Hintergrund krabbelt gerade ein Mann, noch mit dem Löffel in der Hand, aus einer klebrigen Masse: der Weg in dieses Paradies ist beschwerlich, denn es gilt, sich erst durch einen Berg aus zähflüssigem Brei hindurch zu kämpfen.

Pieter Bruegel der Ältere (1525 - 1569)

Das Schlaraffenland, 1567

Ein Dach voller Pfannkuchen

Das Schlaraffenland bietet vielfältige Nahrungsquellen. Ein offenes Häuschen ist mit Pfannkuchen gedeckt. Darin sitzt wohl der Begleiter des Ritters, welcher am Baum in der Mitte liegt. Ganz erwartungsvoll richtet er seinen Kopf mit offenem Mund nach oben: Ursprünglich flog ihm ein gebratener Vogel entgegen, der heute nicht mehr auf dem Gemälde zu erkennen ist.


Pieter Bruegel der Ältere (1525 - 1569)

Das Schlaraffenland, 1567

Müßiggang, Völlerei und Faulheit

Pieter Bruegel der Ältere ist bekannt für seine Darstellungen des bäuerlichen Lebens im niederländisch-flämischen Herzogtum Brabant des 16. Jahrhunderts. „Das Schlaraffenland“ ist inspiriert von einem zeitgenössischen Lehrgedicht, das Müßiggang, Völlerei und Faulheit der Menschen geißelt.